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Das Rollbergviertel im Berliner Stadtteil Neukölln ist ein sozialer Brennpunkt mit einer hohen Arbeitslosenquote. Um insbesondere Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund bessere Bildungschancen zu ermöglichen, startete im Jahr 2003 das Projekt „Netzwerk Schülerhilfe Rollberg“. In diesem Projekt engagieren sich derzeit 60 freiwillige Schülerhelfer für die Förderung der Bildung von mehr als 100 Kindern und Jugendlichen.
Die ehrenamtlichen Helfer begleiten und unterstützen ihre „Patenkinder“ über Jahre hinweg: Sie helfen bei den Hausaufgaben, unternehmen gemeinsam Ausflüge und stehen ihnen bei der späteren beruflichen Orientierung zur Seite. Mittlerweile nehmen etwa 20 Prozent der Grundschüler im Kiez an der kostenlosen Schülerhilfe teil. Viele Kinder erhalten nach der sechsten Klasse eine Empfehlung für die Realschule, manche sogar für das Gymnasium. Seit 2004 wurde der Verein acht mal ausgezeichnet, zuletzt mit dem ersten Preis beim Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz im Dezember 2009.
Träger des „Netzwerk Schülerhilfe Rollberg“ ist der gemeinnützige Förderverein Gemeinschaftshaus MORUS 14 e.V.. Er wurde 2003 durch Bewohner des Rollbergviertels gegründet und erfüllt die Aufgaben eines Stadtteilzentrums auf Augenhöhe der Bewohner.
Die Kosten für das Projekt „Netzwerk Schülerhilfe Rollberg“ belaufen sich auf ca. 87.000 € jährlich. Davon erwirtschaftet MORUS 14 etwa zwei Drittel selber. Es ergibt sich aber ein Fehlbetrag von ca. 300 € pro Kind pro Jahr, der einer externen Finanzierung bedarf.
Trotz der tollen Erfolge stellt die Projektfinanzierung jedes Jahr eine große Herausforderungen dar. Denn trotz der vielen Auszeichnungen erhält MORUS 14 keine öffentlichen Gelder. Quartiermeister hat mit 600 € den Fehlbetrag für zwei Kinder gedeckt.
Mehr Infos unter www.morus14.de.
