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Bleibt Fair - Ein Apell zur Onlineabstimmung

16. August 2017 15:51:19

lisa.wiedemuth

Bevor ich bei Quartiermeister 2014 mein Praktikum begann, war ich noch mitten in der Umsetzung meines Semesterprojekts. Die Finanzierung fehlte, ich stieß auf die soziale Biermarke, bewarb mich mit unserem intergenerationellen, dokumentarischen Theaterstück und fand mich plötzlich im Abstimmungswahnsinn wieder. Das war nervenaufreibend. Ganze vier Wochen zitterte ich vor meinem Bildschirm, wir lagen immer ganz knapp hinten. Kurz vor Ende lud ich all meine Freund*innen mit ihren Computern zu mir ein, es gab Sekt (kein Bier) und wir trommelten gemeinsam auf unseren Tastaturen herum, um noch die letzten Kontakte aus dem Freundesfriedhof bei facebook (wahlweise Datingplattformen) zu generieren. Das war alles ganz schön unangenehm, aber an dem Abend auch ziemlich lustig und vor allen Dingen FAIR.

Unfair dagegen sind generierte Email-Adressen. Das tut allen Parteien nicht gut. Weder den Projekten, die die Zweitstimme erhalten, noch unserer Außenwirkung als Quartiermeister. Ich selbst habe auch einen riesigen Aufwand, in Kleinstarbeit Stimmen zu kontrollieren und sie ggf. zu löschen. Wir haben das Tool der Onlineabstimmung gewählt, weil wir möchten, dass alle mitbestimmen können, wohin unser Geld fließt. Wir möchten, dass pro Person zwei Stimmen vergeben werden, damit am Ende die beste Idee gewinnt und nicht nur das Projekt mit dem größten Netzwerk. In der letzten Zeit sind gehäuft Fälle von Manipulation und Betrug aufgetaucht und wir möchten daher noch einmal dringlich aufrufen: Bleibt fair! Ihr seid alle Teil von wunderbaren Projekten, die es alle verdient haben, von uns gefördert zu werden. Für eine Finanzierung von 1000€ zu betrügen ist kein Kavaliersdelikt! Die Stimmen müssen natürlich nicht von den Projektinitiator*innen selbst kommen, aber trotzdem solltet ihr wissen und an alle eure Unterstützer*innen weiterleiten: Manipulation ist absolut zwecklos! Wir behalten es uns vor, zukünftig Projekte ganz aus dem Voting auszuschließen, sollte es nochmals zu Unregelmäßigkeiten kommen.

Und nun zum Ergebnis der letzten Abstimmung. Herzlichen Glückwunsch, wir fördern mit jeweils 1000€:

- Sleep Out - eine Kampagne von mob e.V. 366 Stimmen
- Baumscheibenfest 363 Stimmen

Für diese beiden Projekte hat es diesmal leider nicht gereicht. Wir wünschen trotzdem weiterhin viel Erfolg:

- Kotti Paten 345 Stimmen
- StraßenfestiYalla 325 Stimmen

An einem Tisch, in einer Bibliothek!

3. Juli 2017 14:05:54

lisa.wiedemuth

Ihr habt entschieden, der Kiez dankt!

In dieser Abstimmung haben sich ein paar falsche Emailadressen eingeschlichen! Aus diesem Grund haben wir die Stimmen bereinigt und sind zu folgendem Ergebnis gekommen. Wir fördern mit jeweils 1000€:

1. Between Us. Die neue Bibliothek (372 Stimmen)
2. An einem Tisch, an einem Strang von Kreuzberg hilft (337 Stimmen)

Herzlichen Glückwunsch! Für die beiden folgenden Projekte hat es diesmal leider nicht gereicht, wir wünschen aber weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung zukünftiger Vorhaben:

3. Graffitiworkshops an der Marianne-Cohn-Schule (312 Stimmen)
4. Freunde fürs Leben e.V. (311 Stimmen)

Die Quartiermeister*in kommt

30. Mai 2017 09:10:50

lisa.wiedemuth

Warum wir die Quartiermeister*in jetzt launchen

Seit mehr als drei Jahren sorgt der Launch der Quartiermeister*in in unserem Team immer wieder für Diskussion. An und für sich sind sich alle einig: Die Quartiermeister*in muss auf den Markt kommen! Aber wie und wann? Mit welcher Botschaft? Und mit welchen (weitreichenden) Folgen für unser Unternehmen und die Marke an sich?

Diese komplizierten Fragen und der Respekt vor der Femwashing-Falle haben uns bisher davon abgehalten, konkrete Schritte zu wagen. Mit der Zeit haben wir allerdings festgestellt, dass wir diese Kampagne auch gar nicht alleine stemmen können, sondern uns inhaltliche Unterstützung von verschiedenen Aktivist*innen, Blogger*innen und Engagierten hinzuholen müssen, um gemeinsam und aus verschiedenen Perspektiven ein Zeichen gegen Sexismus, insbesondere in der (Bier)werbung zu setzen. Sexismus in der Werbung - ist das denn immer noch aktuell?

Leider ja! Tagtäglich werden wir auf Plakaten, im Fernsehen, auf der Straße mit Stereotypen, Geschlechterklischees und nackten Körpern konfrontiert. Werbung reproduziert diese Rollen in unserer Wahrnehmung, kreiert Wünsche und formt Wertvorstellungen. Wir können uns von dieser Werbung catchen lassen, uns darüber lustig machen, uns davon abgrenzen oder medienwirksam Bombing betreiben, aber reicht das? Wir möchten mit unserer Kampagne Geschlechterklischees entzaubern und dem Dekorationsobjekt Frau in der Bierwerbung ein Gesicht auf unserer Flasche entgegensetzen. Nicht zur Zierde, sondern als Zeichen: Gleiches Bier für alle!

1. Was wollen wir mit dieser Kampagne bezwecken?

Unsere Kampagne und Sonderedition wird auf mehreren Ebenen greifen. Das Etikett wird auf allen Pilsenern zu 50% mit der Quartiermeister*in bedruckt sein, auch der Quartiermeister erhält ein Sternchen, unsere Biere bleiben dabei die gleichen. Zunächst werden wir die Resterlöse aus diesem Jahr (ca. 2500Euro) explizit an ein feministisches/queeres/antisexistisches Projekt vergeben und dieses inhaltlich begleiten. Projektanträge können noch bis zum 3. Juli bei uns eingereicht werden. Hier geht's direkt zum Förderantrag!

Unsere ganzjährige, reguläre Projektförderung inklusive Onlineabstimmungen bleibt dabei parallel bestehen. Wir werden gemeinsam mit Akteur*innen bspw. von pinkstinks und Innenansicht den Blog quartiermeisterin.org bespielen. Wir werden dort (einzelne) Werbungen, das dargestellte Rollenrepertoir der Frau und ihre Auswirkungen in verschiedenen Beiträgen beleuchten und mit euch diskutieren. Jede*r kann Teil dieses Blogs werden. Und zuguterletzt wird es neue, provokante Plakate, Bierdeckel und Sticker geben, die nicht nur wir verwenden wollen, sondern auch gern von euch genutzt werden dürfen. Ihr könnt gespannt sein!

 

2. Was wollen wir mit der Kampagne nicht bezwecken?

Wir möchten keinen Zeigefinger heben, sondern eine Diskussion anregen. Wir wollen dabei jedoch keine Debatte über gegendertes Bier auslösen, die an der Oberfläche kratzt. Uns geht es nicht um Pronomen! Wir wissen, das Sprache das Denken formt, ein- und ausschließen kann. Wir möchten in unserer Sprache alle Menschen einbeziehen. Grundsätzlich sollte sich die Diskussion allerdings um die Inhalte der Kampagne und nicht um „der, die, das Bier“ drehen.

 

3. Warum Quartiermeister*IN? Wozu das Sternchen?

Auf unserer Homepage und allen Onlineauftritten haben wir uns seit längerer Zeit bewusst dazu entschieden, das Gendersternchen zu benutzen. Das Sternchen ist (ähnlich der Suchfunktionen am Computer) als offener Platzhalter gedacht. Es ist ein Zwischenraum, jenseits der Begrifflichkeiten von „Mann“ und „Frau“. Quartiermeister*in wendet sich gegen Stereotypen und Geschlechterklischees und damit auch gegen den Ausschluss bzw. die Diskriminierung von Menschen, die sich nicht in diese Rollen einteilen können oder wollen.

 

4. Werdet ihr eure Marke Quartiermeister vollständig auf Quartiermeister*in umstellen?

Diese Frage wollen wir - obwohl wir uns der fehlenden Konsequenz durchaus bewusst sind - aktuell unbeantwortet lassen. Quartiermeister versteht sich als politische Marke, die sich seit Bestehen gesellschaftlich engagiert hat. Für uns ist die Quartiermeister*in der nächste und allererste Schritt in Richtung einer größer aufgezogenen gesellschaftlichen Kampagne, mit der wir das Thema Gleichstellung und Sexismus in der (Bier-)Werbung angehen und ein Zeichen setzen wollen, ideologisch wie finanziell.

Nach der Kampagne, die rund ein halbes Jahr dauern soll, werden wir sie evaluieren. Die Quartiermeister*in wird in jedem Fall weiter leben. Ob auf der Flasche, in Form von Merchandising oder anderweitig, halten wir uns offen, um auch in Zukunft Raum für weitere gesellschaftliche Diskurse zu haben. Dafür ist ein starker Markenkern unabdinglich. Auf den Flaschen werden allerdings nun beide Versionen mit Sternchen erhältlich sein, auch der Quartiermeister wird auf der Flasche zu Quartiermeister*in.

 

5. Gibt es nicht wichtigere Themen als Sexismus in der Bierwerbung?

Das Abwägen und Vergleichen von Problemen bzw. Konflikten ist grundsätzlich ein schwieriges Spannungsfeld. Sexismus als Diskriminierung von Gender ist unserer Meinung nach bis heute ein bedeutsames, gesellschaftliches Problem, welches nicht nur kulturell bedingt, institutionell gestützt, sondern auch individuell verinnerlicht wird. Werbung trägt einen maßgeblichen Teil zu dieser Verinnerlichung bei und darf in ihrer Auswirkung nicht unterschätzt werden.

Natürlich zählt Sexismus am Arbeitsplatz, im Netz oder als Übergriff im Alltag zu einer weitaus feindseligeren bzw. gefährlicheren Ausprägung, in unserer Kampagne legen wir jedoch bewusst den Fokus auf die „Bilder“ der Werbung und ihre Konsequenzen, die letztendlich auch andere Formen von Sexismen unterstützen können.

 

6. Ab wann ist Werbung eurer Meinung nach sexistisch?

Verschiedene Menschen können ganz unterschiedlich auf eine bestimmte Werbung reagieren. Das macht es auch bis heute noch schwer, einheitliche Richtlinien & Konsequenzen bei Verstößen gegen lauteren Wettbewerb festzulegen. Pinkstinks bringt den Unterschied zwischen „sexy“ und „sexistischer Werbung“ gut auf den Punkt:

 

Wir setzen unsere Grenzen und Kriterien außerdem ähnlich wie Terre de Femmes in der Schweiz. Werbung ist für uns dann sexistisch, wenn sie Geschlechtervorurteile bewusst unterstützt, Gewaltdarstellungen idealisiert, Körper auf Sexualität reduziert und traditionelle Rollenbilder in Familie & Haushalt verbreitet. Schwierig wird es bei der Reproduktion von Schönheitsidealen. Obwohl diese die wohl größten Auswirkungen auf Selbst- und Fremdwahrnehmungen haben, im schlimmsten Fall zu Körperscham und Essstörungen führen können, lassen sich dort schwer Grenzen oder Regulierungen ziehen. Da bleibt uns nur zu wünschen übrig, dass sich ein vielfältigeres Ideal von Schönheit zukünftig durchsetzt.

 

 7. Warum bringt ihr mit der Quartiermeister*in nicht gleich eine neue Sorte raus, ein Radler zum Beispiel?

Wir würden gern ein Radler auf den Markt bringen. Bisher fehlt unserer Partnerbrauerei noch die passende Anlage dazu. Doch selbst wenn wir die Möglichkeit hätten, würden wir sicherlich keine Frau auf die Flasche drucken. Damit würden wir gleich das nächste Klischee unterstützen: Frauen trinken lieber süßes Bier und Mischgetränke. Wir plädieren für: Gleiches Bier für alle!

 

8. Ist Werbung mit Feminismus heutzutage nicht etwas scheinheilig? Betreibt ihr nicht wie andere Marken in letzter Zeit verstärkt „Femwashing?“

Wir sind uns unserer schwierigen Rolle als Bierunternehmen bewusst. Doch im Gegensatz zu anderen Firmen & Konzernen übernehmen wir seit Anbeginn unseres Wirtschaftens Verantwortung für das Gemeinwohl. Wir möchten nicht nur Projekte fördern und Konsum zu einer guten und nachhaltigen Tat werden lassen, sondern unsere Vision von einer gerechteren Wirtschaft ganzheitlich denken und verbreiten. Dazu gehört ebenfalls die Sensibilisierung & Aufklärung unserer Konsument*innen. Die Kampagne soll kein verpuffender Werbegag zur Maximierung unserer Verkaufszahlen sein, sondern Inhalte transportieren. Dabei verfügen wir aufgrund unserer Förderung stets nur über ein geringes Marketingbudget.

 

9. Ich finde in meinem Späti immer nur den Quartiermeister, wie kommt das?

Leider ist es logistisch für unsere Brauerei bzw. Druckerei nicht möglich, einzelne Kästen durchmischt zu etikettieren. Aus diesem Grund hängt das Etikett je vom Abfüllungsdatum ab. Es kann von daher passieren, dass dein Späti eine Zeit lang nur den Quartiermeister verkauft und daraufhin die Quartiermeister*in geliefert bekommt. Uns wäre es natürlich auch lieb gewesen, hätten die beiden im Kühlschrank nebeneinander gestanden. Bei Großveranstaltungen können wir die Sonderetikettierung bestimmen und Festivals bspw. nur mit der Quartiermeister*in versorgen.

 

10. Wer entscheidet, wohin die Erlöse fließen?

Die regulären Onlineabstimmungen bleiben wie gehabt das ganze Jahr auf unserer Homepage und ihr könnt mitentscheiden, für welchen guten Zweck ihr trinken möchtet. Über die Resterlöse verfügt allerdings unser unabhängiger Verein. Er entscheidet, welches Projekt zusätzlich von unserer Sonderförderung profitiert. Der Verein ist für alle offen. Du kannst dich dort direkt mit deiner Stimme einbringen. Melde dich unter: mitmachen@quartiermeister.org

 

11. Werden Männer in Werbung nicht ebenfalls in Stereotype gezwängt?

Auf jeden Fall und das auch explizit in der Bierwerbung. Auch diese Stereotype möchten wir infrage stellen und diskutieren. Allerdings ist die Darstellung der Frau und ihrer Körpers als (teilweise zusammenhangsloses) Dekorations- oder ständig verfügbares Lustobjekt um Längen offenkundiger, extremer und sexistischer.  

 

12. Wozu braucht ihr ein Kampagnen-Gremium?

Wir möchten unsere Kampagne so korrekt und vielfältig gestalten, wie nur möglich. Dabei wissen wir auch, dass wir es nicht allen Recht machen können. Unser Team ist weitestgehend eine Männerdomäne. Aus dieser Position heraus glauben wir nicht, dass wir auf Anhieb alles richtig machen können. Deswegen stellen wir unsere Kampagne in einem Gremium zur Diskussion. Wir möchten die Perspektiven damit erweitern, selbstkritisch auf unser Produkt und unsere Arbeit schauen und uns inhaltlich stärken.

 

13. Wie kann ich bei der Kampagne meinen Senf dazugeben?

Du hast das Gefühl, deine Meinung zum Thema sollte auch veröffentlicht werden oder du möchtest deine Initiative und ihre Arbeit gegen Sexismus über den Quartiermeister*in-Kanal verbreiten? Du hast Anliegen, Anregungen oder derbe Meinungsverschiedenheiten? Melde dich unter: mitmachen@quartiermeister.org

 

Mit dem Rad zum Tempelhofer Feld

16. Mai 2017 08:12:51

lisa.wiedemuth

Was für eine spannende Abstimmung. Wochenlang waren alle Projekte gleichauf, das Ergebnis unbeirrt offen. In den letzten Tagen kristallisierten sich allerdings allmählich die ersten Plätze heraus. Seit gestern Nacht stehen die Gewinner nun endgültig fest. Quartiermeister fördert mit jeweils 1000€:

- Wir drehen Berlin: Umsetzung des Radgesetzes vor deiner Haustür (536 Stimmen)
- OpenStage THF (476 Stimmen)

Beide Projekte zeigen, dass sich aktives Engagement und die Verantwortung für das eigene Umfeld bzw. Nachbarschaft auszahlen! Herzlichen Glückwunsch! Für diese beiden Projekte hat es diesmal leider nicht gerreicht:

- Mobasyl - Schwimmkurse für geflüchtete Jugendliche (444 Stimmen)
- COFFI Festival - interdisziplinäre, italienische Gegenwartskust (390 Stimmen)

Wir wünschen allen Projekten viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer zukünftigen Vorhaben und hoffen, dass sie ihre Reichweite durch die Abstimmung verstärken konnten!

Branding, Funding und fehlende Kühlschränke

22. April 2017 16:10:33

lisa.wiedemuth

Wer genauer hinschaut, sieht sie überall: Die Schriftzüge einzelner Biermarken an Schirmen, Markisen, Bars, Kühlschränken, Theken, Aschenbechern, Eingangsschildern, Zapfanlagen oder als knallige Leuchtreklame im Fenster. Die Liste geht ins Unendliche, doch Fakt ist: Was große Marken in Werbung und Vertriebskunden stecken, können wir uns aufgrund unserer Förderung nicht leisten. Und das wollen wir generell auch gar nicht. Eine Erklärung zum Tag des deutschen Bieres.

Die Zahlen der Brutto-Werbeausgaben der 25 größten Player auf dem deutschen Biermarkt klingen nach nationalen Infrastrukturmaßnahmen. Insgesamt rund 65 Millionen Euro gab bspw. Krombacher 2016 für seine Werbung in den klassischen Medien aus, gefolgt von Bitburger (ca. 39 Millionen Euro) und Radeberger (ca. 33 Millionen Euro) (vgl. BRAUINDUSTRIE 2/2017). Das klingt viel, ist aber auf jeden Fall noch nicht alles. Denn die klassischen Sponsoringmaßnahmen und Werbekostenzuschüsse, also Kühlschränke & Co., sind dort noch gar nicht berücksichtigt.

Die Zahlen und Analysen des Magazins BRAUINDUSTRIE belegen, dass die Werbeausgaben im Biersektor Jahr um Jahr steigen. Das liegt zum großen Teil an dem sinkenden Bierkonsum der Deutschen. Deswegen ist nun die größte strategische Zielsetzung der Konzerne, die langfristige Markenbindung der Konsument*innen zu garantieren. Am deutlichsten wird dieser Trend bspw. bei der Marke Holsten. Der Konzern hat seine Werbeausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 728% erhöht. Quartiermeisters Ausgaben sind im Vergleich dagegen gesunken, wir haben im letzten Jahr insgesamt rund 13.500€ für Marketingmaßnahmen ausgegeben. Wir finanzieren damit hauptsächlich Flyer, Banner oder andere Informationsmaterialien für den Einzelhandel bzw. den Point-of-Sale.

Im Vertrieb stoßen wir allerdings immer wieder auf Kneipen, Clubs und Restaurants, die die Werbekostenzuschüsse, kurz WKZ’s, geradezu erwarten. Denn für die Betreiber*innen der Lokale sind Zuschüsse, Rabatte und Ausstattung teilweise überlebenswichtig, während es den großen Getränkekonzernen in einigen Fällen nicht einmal um den gewinnorientierten Verkauf, sondern lediglich um die Präsenz am richtigen Ort geht. Was sich zu Beginn für die Lokale noch sehr verlockend anhört, kann aber schnell zum Alptraum werden, wenn die WKZ’s dann doch an jahrelange Verträge und festgelegte Verkaufsmengen gebunden werden. Quartiermeister wendet sich von diesen gängigen Mitteln und Maßnahmen ab und versucht sein Wirtschaften sozial und nachhaltig für alle Seiten zu denken. Wir haben vielleicht keine Kühlschränke, oder Leuchtreklame, dafür strahlt die Idee unserer Projektförderung in alle Kieze hinein. Wer uns verkauft, tut dies aus Überzeugung! Wer uns im Laden stehen hat weiß, dass Wirtschaften auch anders funktionieren kann.

Natürlich würden wir uns manchmal wünschen, dass mehr Menschen von unserem Bier erfahren und sich mit unserer Idee identifizieren. Aber wir verzichten aus Überzeugung bewusst auf klassische Werbung und Sponsoring. Wenn jede Flasche Quartiermeister Projekte fördern soll, dann bleibt dafür tatsächlich auch kaum etwas übrig. Und was ist uns lieber? Ein guter Auftritt oder ein guter Output? Tatsächlich wäre es wohl am schönsten und traumhaftesten, wenn Konzerne wie Krombacher diese Frage anders für sich beantworten und ihren Werbeetat in Projekte stecken würden. Genauso wie wir es tun. 65.000 Projekte könnten dann mit einer Fördersumme von jeweils 1000€ unterstützt werden. Klingt viel, ist es in der Hinsicht auch.

Die Kiezblicker erobern die Nachbarschaft

18. April 2017 14:34:57

lisa.wiedemuth

Wie weit weg ist noch nah? Der Verein Weitblick e.V. schaut über die Grenzen hinweg und setzt sich weltweit für gerechte Bildungschancen ein. Nach dem Leitgedanken „vermitteln, fördern und bilden“ unterstützt Weitblick e.V. komplett ehrenamtlich nationale und internationale Bildungsprojekte durch Spendenaktionen, Austauschprogramme, Bildungsfahrten und Podiumsdiskussionen. Mit dem Projekt „Kiezblicker“ setzen die Ehrenamtlichen auf lokales Engagement vor Ort und werfen ihren Blick in die unmittelbare Nachbarschaft.

Im turbulenten Herbst 2015 war für die drei engagierten Studentinnen Charlott, Vera und Verena offensichtlich, dass sie lokal, in ihrer umliegenden Nachbarschaft helfen möchten. „Mir wurde bewusst, ich muss etwas machen“ bringt es die Studentin Verena auf den Punkt. Während eines Kinderferienprogramms für geflüchtete Kinder, organisiert von Yaylas Wiese lernen sich die Drei kennen und stellen fest, dass es schade wäre, wenn die Freizeitarbeit mit den Kindern nach den Ferien vorbei wäre.

 

Relativ schnell blitzt die Idee auf, eigene Strukturen aufzubauen, um die Kinder aus dem Camp auch längerfristig zu betreuen und zu begleiten. Seit Januar 2016 treffen sich die Engagierten von Kiezblicker mit ca. 10-20 Kindern und deren Familien zu gemeinsamen Gruppenausflügen in Berlin, um die kulturelle und sprachliche Teilhabe der neuen Nachbar*innen zu ermöglichen. Die gemeinsamen Aktivitäten sollen nicht nur einen Ausgleich zum tristen Heimalltag bieten und interkulturellen Austausch fördern, sondern in erster Linie Vertrauen und Selbstbewusstsein für sich selbst und Andere in einer fremden Umgebung schaffen.

 

Die Aktivitäten reichen von Bastel- und Sportbeschäftigungen, gemeinsamen Besuchen im Zoo bis hin zu Musikworkshops. Jenseits von klassischer Sprachförderung, geht es beim Projekt Kiezblicker um das Miteinander, das Kennenlernen der Stadt, sprachliche oder interkulturelle Kompetenzen werden ganz nebenbei vermittelt und zwar für alle Seiten. Bisher wurde das Projekt mit kleinen Summen bspw. vom Paritätischen Wohlfahrtsverband unterstützt. Damit konnten sich die Kiezblicker Spiele, Bastelmaterialien, Verpflegung, Eintrittskarten und BVG-Tickets kaufen. Auch mit der Quartiermeisterförderung möchte das Projekt die nächsten sechs Ausflüge weitestgehend finanzieren. Geplant ist bspw. Feiertage ins Programm einzubeziehen, Ostern gemeinsam zu feiern.
Zur Ausflugsgruppe kommen stetig neue Interessierte hinzu, der harte Kern bleibt aber weitestgehend bestehen, solang einzelne Familien nicht weiterziehen müssen. Es hat sich Vertrauen aufgebaut, Freundschaften wurden geschlossen, die Kinder freuen sich auf ihre Ausflüge. „Wir haben auch eine Whatsapp-Gruppe, in der immer fleißig geschrieben wird. Die Kinder fragen dann: Wieso sehen wir uns nur einmal im Monat?“, erzählt Vera. In nächster Zeit wird es allerdings weiterhin bei einem Treffen monatlich bleiben. Dafür arbeitet die Projektgruppe an dem Aufbau weiterer Kooperationen, bspw. mit einer Schule in Charlottenburg, um noch mehr Menschen ins Programm einzubeziehen.

 

Bisher wird eng mit der Notunterkunft in der Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Spandau zusammengearbeitet. Im Gegensatz zu Eins-zu-eins-Patenprojekten liegt der Fokus auf der Interaktion der ganzen Gruppe, mit ihrer eigenen Dynamiken. Es ist erwünscht, dass der Pat*innen- u. Familienpool weiter wächst, aber das muss auch organisch passieren. Im besten Falle werden die „alten Häschen“ unter den Kindern selbst zu Pat*innen für die Neuen. Für die Initiatorinnen ist es immer wieder erstaunlich, wie schnell das Vertrauen und die Zuversicht innerhalb der Gruppe wachsen, trotz gängiger Sprachprobleme: „Ich kann mit dieser oder jener Mutter nicht sprechen, aber sie vertraut mir ihre Kinder an! Und so viel lässt sich ohne das gesprochene Wort kommunizieren“, erzählt Charlotte begeistert. Trotzdem wäre an der ein oder anderen Stelle ein*e Übersetzer*in von Vorteil, gerade wenn es um die Organisation und Ankündigung der Ausflüge geht. Du kannst Farsi bzw. Arabisch und/oder hast Lust dich im Norden Berlins als Pat*in zu engagieren? Melde dich hier: berlin@weitblicker.org

 

Außerdem sucht das Projekt noch einen Raum für einzelne Aktivitäten und Veranstaltungen mit der Gruppe, im Raum Spandau und Umgebung. Wir wünschen dem Projekt weiterhin alles Gute und hoffen, sie können mit unserer Förderung ihre Wirkung verstärken.

hubus und Kindertheaterreihe gewinnen Abstimmung

3. April 2017 10:02:24

lisa.wiedemuth

Ihr habt entschieden, der Kiez dankt!

Die sechswöchige Onlineabstimmung endet mit einem eindeutigen Ergebnis. Wir fördern mit jeweils 1000€:

- Kindertheaterreihe (280 Stimmen)
- Boden(be)ständiges Berlin (229 Stimmen)

Herzlichen Glückwunsch! Für diese beiden Projekte hat es diesmal nicht gereicht, wir wünschen ihnen trotzdem weiterhin alles Gute:

- Kennenlernen - Grundsteine für erfolgreiche Bildungsbiographien (185 Stimmen)
- kiezkieken - Berliner Kurzfilmfestival (158 Stimmen)

Hier gehts direkt zur nächsten Abstimmung. Zweimal klicken, Gutes tun!

Endlich Exit

31. März 2017 22:24:08

lisa.wiedemuth

Man munkelte schon lang: Bier trinken, Gutes tun, das klingt doch eher nach einem schlechten Scherz. Tatsächlich hat das Sozialunternehmen jedoch in den letzten Jahren schon fast 70.000€ an gute Nachbarschaftsprojekte ausgeschüttet. Jetzt ist allerdings offiziell Schluss mit Kies für den Kiez: „Wir haben jahrelang geschuftet. Es wird Zeit zu kassieren! “, so Co-Gründer David Griedelbach. Was bedeutet das für die soziale Biermarke und das Unternehmen?

Als der Gründer Sebastian Jacob vor sieben Jahren Quartiermeister ins Leben rief, handelte er aus einem rein intrinsischen Motiv. „Ich wollte Konsum zu einer guten und nachhaltigen Tat machen!“, erzählt der Familienvater. Seine Stimme stockt bei diesen Worten, ihm fällt es schwer, die Tränen zurück zu halten. Er sei überaus fassungslos über den Verkauf. Zwischen 2010 und 2012 kümmerte er sich gemeinsam mit dem Verein um den Vertrieb des Bieres, vollkommen ehrenamtlich. Nach der Insolvenz der ersten Brauerei stand die Unternehmung vor dem Aus, doch die Vereinsmitglieder Peter Eckert und David Griedelbach erklärten sich bereit, einen professionellen Neustart zu wagen. Wie jetzt bekannt wird, nicht ohne Hintergedanken: „Die Idee, also Saufen für den guten Zweck, war der Wahnsinn. Social Entrepreneurship ließ sich gut verkaufen. Uns war klar: Wenn wir das jetzt drei, vier Jahre einigermaßen glaubhaft durchziehen, dann wird irgendwann der Durchbruch kommen. Dann müssen wir eigentlich nur noch den perfekten Absprung schaffen!“, so David Griedelbach. Dieser Moment hat sich in den letzten Monaten angedeutet und ist nun gekommen. Peter Eckert ergänzt: „Wir wurden immer wieder gefragt: Wieso wachst ihr so langsam? Wieso macht ihr keine Werbung? Also wenn wir ehrlich sind, hatte das wenig mit unseren Prinzipien oder unserer Unabhängigkeit zu tun. Eigentlich waren wir einfach nur faul! Mit der Zeit haben wir aber gemerkt, dass wir mit wenig Arbeit trotzdem relativ viel Kohle einfahren. Das haben dann auch irgendwann die großen Player mitbekommen.“. Einer der deutschlandweit größten Bierkonzerne wird die GmbH übernehmen. Man verspricht sich ein hohes Wachstumspotenzial: „Uns geht es weniger um den sozialen Gedanken, als die Tatsache, dass Quartiermeister ein gutes, süffiges Pils ist. Der Craft-Beer-Markt wird derzeit überschwemmt. Wir möchten junge Menschen dazu bewegen, sich wieder auf die alten, traditionellen Werte zurückzubesinnen. Was dem Unternehmen bisher fehlt, ist das richtige Marketing. Wir werden als erstes in neue Sponsoringmaßnahmen und Vertriebsstrukturen investieren. Ohne Kühlschränke und Provision geht da gar nichts!“ Auch ein Quartiermeister-Truck ist in Planung. Wird unter diesen Investitionen die Förderung der Nachbarschaftsprojekte leiden? Der soziale Erlös des Bieres wird laut der derzeitigen Gesellschafter nicht aufgegeben, reduziert sich jedoch erstmal von 10 Cent auf 1 Cent pro Liter. Und wer entscheidet dann, wohin das Geld fließt? „Abstimmungen machen dann keinen Sinn mehr. Wir sind aber überrascht, wie viele gute Ideen die neuen Gesellschafter mitbringen. Ein Investor hat bspw. vorgeschlagen Pop-Up-Shops am Kottbusser Tor zu finanzieren, um dem Platz seinen schlechten Ruf zu nehmen und der Szene den letzten Schliff zu verpassen“, schwärmt die Mitarbeiterin Lisa Wiedemuth. Der Verein wusste von den Plänen seines Partnerunternehmens bisher noch nichts und ist derzeit zu keiner Stellungnahme bereit. „Wir mussten das schnell und geheim über die Bühne bringen. Unser Verein sprach schon seit längerem vom Schutz unserer Marke. Einzelne Mitglieder wollten gemeinsam mit dem Gründer Sebastian Jacob einen Marken e.V. gründen, der es quasi unmöglich gemacht hätte, uns zu veräußern! Das haben wir zum Glück rechtzeitig verhindert.“, so Griedelbach. Braumeister Glaab aus der Partnerbrauerei Wittichenau gibt sich wie so oft eher unbeeindruckt: „Was soll ich dazu sagen? Bier bleibt Bier. Solange Preis und Abnahmemenge stimmen, sehe ich da keine Probleme!“. Der Trade Sale von Quartiermeister ist seit gestern endgültig besiegelt. Über den exakten Kaufpreis wird Stillschweigen bewahrt, aber Kenner der Branche vermuten einen siebenstelligen Betrag. Was haben die beiden Gründer nach der Übernahme vor? „Wir stecken weiterhin Kies in den Kiez und wollen jetzt mit Immobilien Quartiere wie Lichtenberg lebenswerter machen! Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragt Peter Eckert lächelnd und streicht liebevoll über seine etwas zu große Armbanduhr.

Vom Behördendschungel zur Antragslichtung

22. Februar 2017 13:12:21

lisa.wiedemuth

Wer kennt das nicht: Missverständnisse, Unklarheiten oder einfach nur Bahnhof bei deutschen Behörden. Bei manchen Anträgen fragt man sich nur noch, wo die Ausfüllhilfen für die Ausfüllhilfen hinterlegt sind. Welche Hilfe erreicht allerdings Menschen, die kein oder noch nicht so gut deutsch sprechen und für die das Ausfüllen der Anträge zur Existenzfrage wird? Hier setzt die KuB (Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V.) mit dem Projekt Formulare verstehbar machen an. Wir haben sie besucht.

Im letzten Quartal gewann die seit 1983 existierende KuB ein zweites Mal bei unserer Onlineabstimmung. Formulare verstehbar machen ist eines der vielfältigen Unterstützungsangebote des KuB, wird allerdings als einziges komplett über Spenden finanziert. Ziel des Projekts: Durch ehrenamtliche Übersetzungen Behördenformulare in verschiedenen Sprachen online frei zur Verfügung stellen. Klingt simpel, ist allerdings eine gehörige Aufgabe mit großer Tragweite. Das Beratungsangebot der KuB wird dadurch nicht ersetzt, sondern eher gestützt und ermöglicht so Hilfe zur Selbsthilfe, auch über Berlin hinaus. Die Koordination der Übersetzungen gestaltet sich dabei aufwendig. Behördenformulare (bspw. zu Arbeitslosengeld II, Leistungen nach dem Asylbewerbungsgesetz oder Kindergeld) werden oft aktualisiert, Übersetzungen müssen von einer zweiten Meinung überprüft werden, die Homepage muss kontinuierlich betreut und weiterentwickelt werden. Quartiermeister weiß die Arbeit der KuB zu schätzen und sichert für zwei Monate eine geringfügige Beschäftigung zur Leitung des Projekts. Die hohen Klickzahlen der Seite beweisen, dass viele Menschen von den übersetzten Formularen profitieren. Man kann allerdings davon ausgehen, dass nicht nur Privatpersonen, sondern auch ganze Institutionen deutschlandweit dieses wichtige Angebot nutzen und verbreiten. Mit Formulare verstehbar machen lichtet sich langsam der Behördendschungel, sodass finanzielle Unterstützung leichter in Anspruch genommen werden kann. Aber ist es überhaupt die Aufgabe der Zivilgesellschaft, solche Übersetzungsangebote zu schaffen? Alexandre, Projektleiter von Formulare verstehbar machen verneint, erkennt aber ein politisch beabsichtigtes Defizit in diesem Bereich. Gemäß dem Motto: Wer Leistungen vom Staat erwartet, soll auch ausreichend deutsch sprechen können. Bei komplizierten Anträgen kommen jedoch schon Muttersprachler*innen an ihre Grenzen und schließlich geht es hier um existenzielle Grundfragen. Deswegen freuen wir uns, die Arbeit der KuB ein weiteres Mal unterstützen zu dürfen.

Und wie könnt ihr das Projekt unterstützen?

Formulare verstehbar machen sucht noch ehrenamtliche Übersetzer*innen für Arabisch und einfache Sprache. Interessierte können sich direkt an FormulareKuBBerlin@gmail.com wenden.

Da das Projekt sich komplett aus Spenden finanziert, ist es auf eure Hilfe angewiesen, um seine Angebote weiterhin zu ermöglichen: https://www.betterplace.org/de/projects/16145-formulare-verstehbar-machen-ein-ubersetzungsprojekt

Kopf-an-Kopf-Rennen in der letzten Abstimmung

16. Februar 2017 10:07:44

lisa.wiedemuth

Fast 1800 Stimmen sind in den letzten sechs Wochen eingegangen. Quartiermeister fieberte im Büro fleißig mit und verkündet nun feierlich das endgültige Abstimmergebnis. Mit jeweils 1000€ fördern wir (Trommelwirbel):

- 8 Tage Marzahn (496 Stimmen)
- Ankommen in Berlin (491 Stimmen)

Herzlichen Glückwunsch!
Für diese zwei Projekte hat es leider diesmal nicht gereicht:

- Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln (449 Stimmen)
- Have you seen this bird? An exhibition about the Dodo (359 Stimmen)

Wir wünschen allen Projekten weiterhin viel Erfolg und hoffen, dass wir durch die Abstimmung ihre Reichweite verstärken konnten! Hier geht's direkt zur nächsten Abstimmung!