Sidekick e.V.

Förderzweck

300 €

Mittelverwendung: Trainingsmaterial und Honorarkosten

Die Kampfsport-Szene ist – wie viele Räume in unserer Lebensrealität – eine männlich-dominierte. In vielen Vereinen liegt der Hauptfokus auf Wettkämpfen und darauf, sich gegenseitig beweisen zu müssen.  Dem möchten wir eine entspannte Trainings-Atmosphäre entgegensetzen, in der sich keine_r beweisen muss und zu der Cis-Männer keinen Zugang haben. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass das solidarische Miteinander in feministischen Räumen sehr empowernd sein kann, vor allem auch, um zu lernen, den alltäglichen Diskriminierungen und Gewalt selbstbewusst paroli zu bieten. Wir wollen einen Raum schaffen, in dem jede mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen ihren Platz fndet und dementsprechend bieten wir ein breites Trainingsangebot an: Neben Thaiboxen (für Erwachsene und für Mädchen) wird es Konditionstrainings, Rückenschule und entspanntere, niedrigschwellige Thaiboxtrainings geben.

Willkommen sind Mädchen, Frauen (Transfrauen und Cisfrauen), Transgender, Transmänner (nicht in allen Trainings) mit unterschiedlichsten sozialen und, regionalen Hintergründen. Egal, welches Alter, welche körperlichen Voraussetzungen und welche sportlichen Vorerfahrungen die Teilnehmer_innen haben: alle sollen sich willkommen fühlen. Für Frauen, Mädchen und Trans* mit Fluchterfahrung sind die Trainings kostenlos. Bei den Thaiboxtrainings lernen die Teilnehmer_innen schnell, dass sie mit der richtigen Technik körperlich sehr stark sein können, ihre Fähigkeiten zu schneller Reaktion und dass sich die Koordination verbessert. Diese Aspekte sind wichtig, um in Gefahrensituationen im Alltag gut reagieren zu können. In den Angeboten zur Sebstbehauptung werden wir gezielt Übungen zum Grenzen setzen und Nein-Sagen durchführen.

Perspektivisch wollen wir die Teilnehmer_innen dazu motivieren, mit Wachsen des Vereins auch selbst Trainings zu geben. Da zwei von uns schon seit mehreren Jahren verschiedene Trainings in einem
Thaiboxverein für Frauen und Mädchen in Berlin geben und Trainerinnenscheine haben, möchten wir unser bisheriges Wissen sehr gerne weitergeben. Des Weiteren haben wir Kompetenzen in politischer
Bildungsarbeit, alternativer Medizin, Antidiskriminierungsarbeit und organisieren seit sechs Jahren ein einwöchiges Thai-Kickboxcamp für FLTI* (FrauenLesbenTransInter). Wir haben einen rassismuskritischen
Ansatz aus weißer Perspektive.

Für den Verein wünschen wir uns, dass es auch aktive Teilnehmer_innen gibt, die je nach Bedarf und Wissen, Workshops zu vereinsrelevanten Themen durchführen. Was entsteht, hängt nicht nur von uns, sondern von allen ab. Wir streben Kooperationen mit anderen feministischen Gruppen und Thaiboxvereinen in Leipzig an. Uns ist es wichtig, dieses Projekt in Leipzig aufzubauen, da es hier nur wenige Trainings für Frauen oder Frauen und Trans* gibt. Fortgeschrittenentrainings für diese Zielgruppen gibt es gar nicht. Wir hoffen, mit unserem breiten Angebot und offenen Ansatz Frauen, Mädchen und Trans* aus verschiedenenBevölkerungsgruppen anzusprechen. Rassist_innen und Nazis werden nicht aufgenommen.