Le Salon e.V. / DAS KAPiTAL

Förderzweck

1000€

Mittelverwendung: Beamer

Wir möchten kulturelle Teilhabe im Kiez fördern!
Kulturelle Teilhabe bedeutet Partizipation am kulturellen, sozialen Geschehen einer Gesellschaft im Allgemeinen und an der Auseinandersetzung und Möglichkeit zur Mitgestaltung von künstlerischen Positionen im Besonderen. Somit stellt sie eine wesentliche Voraussetzung eines gelungenen Zusammenlebens in einer Gemeinschaft dar und zählt daher zu den zentralen bildungs- und kulturpolitischen Zielen Berlins.
Mit seiner Dichte an verschiedensten Akteur*innen und Autor*innen ist Berlin die ideale Stadt für ein klassisches künstlerisch-soziales Format: Den „Salon“. DAS KAPiTAL am Karl-Marx-Platz versteht sich als Ort mit „offener Tür“, der allen Neugierigen und Interessierten, Kunst- und Kulturschaffenden die Möglichkeit bietet, in Dialog zu treten und sich ohne Berührungsängste aufeinander einzulassen. In unserem Projektraum ist "Partizipation" daher kein Schlagwort sondern Programm. Alteingesessene, Zugezogene, Tourist*innen, Internationale Künstler*innen und lokale Meinungsträger*innen werden durch ihr Interesse an Kunst und Kultur in diesem Format bei abwechslungsreichen Werkbesprechung zusammengebracht – ohne eine Galerie oder ein Museum besuchen zu müssen. Wir beteiligen uns regelmässig an Kiezfesten und Veranstaltungen wie ‚48h Neukölln‘, außerdem stellen wir unseren Raum für andere Projekte aus dem Kiez zur Verfügung.
Das Projekt wirkt somit als Brücke zwischen gesellschaftlichen Gruppen, die sonst wenig miteinander und mit Kunst in Kontakt kämen. Häufig treffen deshalb unterschiedliche Meinungen, Prioritäten und Ideologien aufeinander. Aber nur im offenen Dialog ist es möglich, Differenzen zu begreifen und zu lernen damit umzugehen. Die Stärke unseres Projekts liegt genau in dieser Offenheit und der daraus resultierenden Diversität, die sich in unseren Gästen widerspiegelt. Als Kulturverein möchten wir unser Konzept und die Werksbesprechungen gerne gezielt weiteren Gruppen, beispielsweise Kindern, Jugendlichen (mit Workshops) und älteren Menschen aus der Nachbarschaft zugänglich machen.
Die Kunst selbst trägt dazu bei, (sich) Fragen zu stellen, nicht zuletzt Fragen der eigenen kulturellen Identität: Alltagsrelevante, sowie abstrakte Themen des Zwischenmenschlichen und brennende gesellschaftliche Themen (z.B. Gender, Kapitalismus, Gentrifizierung) werden in künstlerischen Interpretationen konkret und greifbar. Welche Position beziehe ich selbst dazu? Inhaltlich ist das Programm daher frei allen Kunst- und Wissenschaftsrichtungen geöffnet. Seit 2014 haben bereits über 250 Diskussionsabende stattgefunden.
Die aktuelle Dynamik in einzelnen Berliner Kiezen wie bei uns in Rixdorf zeigt, dass es ein großes Bedürfnis der Bewohner*innen danach gibt, sich in solch einer Diskussionskultur mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Hierfür benötigen wir finanzielle Unterstützung, unter anderem für Materialkosten und Mittel, um die Veranstaltungen effizienter zu bewerben. Damit wir auch in Zukunft zu einer größeren kulturellen Teilhabe in unserem Kiez beitragen können, bewerben wir uns für die Förderung durch Quartiermeister. Auch das öffentlichkeitswirksame Votingverfahren möchten wir schon als Werbung für unseren Verein nutzen.